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Verlockend: Jörn, Tom und Thilo hätten gerne ein
paar Knöpfe im Führerhäuschen der Lok gedrückt.
Foto: Jäger
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Lust auf eine Spritztour? Sven Eric Teupke (2. v. r.) zeigte Schulleiter Thomas Haß (r.) und
seinen Schülern das Werksgelände des Lokomotivenherstellers.
Foto: Jäger
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Ordnung ist das halbe Leben -
war das bisher ein leerer Spruch der Lehrer, konnten sich sieben Schüler der
Regionalschule Altenholz jetzt ansehen, wie dieser Satz in Kiel-Friedrichsort in die Praxis umgesetzt wird, und zwar
auf dem Gelände des Lokomotivenherstellers Vossloh.
Das Unternehmen gewährte den Schülern Einblicke in die Werkshallen. Sven Eric
Teupke, Leiter der Rohbaufertigung, und
Personalleiter Christian Lepper führten die
Jugendlichen zusammen mit Schulleiter Thomas Haß, den Lehrerinnen Karin
Agster und Ute Hartwig durch die Fertigungshallen, in denen die Schüler den
Schlossern, Schweißern und Monteuren bei der Arbeit zuschauen und beobachten
konnten, wie aus rohem Stahl nach und nach eine bis zu 90 Tonnen schwere und
140 Kilometer pro Stunde schnelle Lokomotive entsteht - und das nach dem
Prinzip der 100-prozentigen Ordnung. Die Fußwege sind grün, Stellflächen gelb
gekennzeichnet. Jedes Gerät, jedes Material hat seinen genauen Stellplatz.
"So können Fehler ausgemerzt werden. Jede Form von Unordnung würde dazu
führen, dass die Fertigstellung länger dauert", so Lepper.
Die Teilnahme an der Führung war für die Regionalschüler freiwillig. Tom (16)
und Jörn (16) ließen sich dieses Angebot nicht entgehen, denn im Gegensatz zu
Besuchen von Berufstätigen in der Schule, "bekommt man so viel mehr von
der Arbeit und der Atmosphäre in den Betrieben mit." Tom reizt vor allem
die Elektronik und die Geschwindigkeit an den Lokomotiven, Jörn zeigte sich
über die vielen Arbeitsschritte, die hinter einer fertigen Lok stecken,
überrascht und spielt mit dem Gedanken, sich auf eine Ausbildungsstelle bei Vossloh zu bewerben.
Genau das ist es, was Ute Hartwig, Koordinatorin für Berufsorientierung an
der Regionalschule, mit solchen Betriebsbesichtigungen erreichen möchte.
"Schule und Wirtschaft sollen miteinander ins Gespräch kommen", so
Hartwig. Regionale Unternehmen wie Vossloh böten
sich idealerweise für Praktika und Ausbildungen an.
Vossloh bildet Konstruktionsmechaniker, Mechatroniker und Industriekaufleute aus, auch ein duales
Studium an der Technischen Akademie Nord wird angeboten. Derzeit hat Vossloh 21 Azubis.
Vor der Besichtigung hatten Haß und Lepper bereits
einen Kooperationsvertrag im Rahmen des Projekts "Schule und
Wirtschaft" unterschrieben. "Damit haben wir einen festen Partner,
der uns kontinuierlich zur Seite steht, gewonnen", so Haß. Azubis
könnten in der Schule über ihre Ausbildung berichten und der Personalleiter
über seine Auswahlkriterien beim Einstellungsverfahren. Einen Tipp hatte Lepper auch gleich für Tom und Jörn: "Seid kreativ
und lasst euch ein bisschen was einfallen."
Bilder von der
Besichtigung der Firma Vossloh
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